Wann machen Influencer Werbung?

VonCKR

Wann machen Influencer Werbung?

Der BGH hatte in mehreren Fällen darüber zu entscheiden, wann sogenannte Influencer bei Ihren Beiträgen im Internet diese als Werbung kennzeichnen müssen.

In den vorliegenden Fällen hatten die bekannten Influencerinnen Cathy Hummels, Leonie Hanne und Luisa-Maxime Huss Tap Tags in ihren Beiträgen auf Instagram verwendet. Dadurch kann der Nutzer der Webseite relativ einfach auf die Seite der Firmen oder Hersteller von Artikeln die den geposteten Bildern zu sehen sind gelangen.

Ein Wettbewerbsverband zwar darin Schleichwerbung und hatte die Influencerinnen nach erfolgloser Abmahnung verklagt. Die Vorinstanzen aus München, Hamburg und Braunschweig hatten das Verhalten unterschiedlich bewertet.

Bisher liegt nur die Pressemitteilung des BGH vor, nach dieser hat der BGH jedoch die Chance nicht genutzt klare Regelungen für die Influencer Werbung aufzustellen.

In den vorliegenden Fällen kam der BGH zu dem Ergebnis, dass eine Werbung in jedem Fall dann vorliegt, wenn eine Gegenleistung erfolgt und sei es – wie in einem der vorliegenden Fälle – auch nur ein Glas Marmelade.

Erfolgt jedoch keine Gegenleistung, so kommt es laut dem BGH auf den Gesamteindruck des Beitrages an und die Frage ob dieser übertrieben werblich ist.

In seiner bisherigen Rechtsprechung war der BGH davon ausgegangen, dass die Verlinkung auf die Webseite eines Unternehmens stets ein Indiz für die Wirklichkeit ist. Warum dies bei der Verlinkung auf die Instagram-Seite eines Unternehmens nicht der Fall sein soll scheint zunächst nicht schlüssig. Es bleibt daher auch zukünftig bei Einzelfall Entscheidungen, ob ein entsprechender Beitrag in den sozialen Medien als werblich zu bewerten ist oder nicht. Eine konkrete Hilfe für die Influenza ergibt sich zumindest aus der Presseerklärung des BGH bisher nicht. Hier gilt es den Volltext des Urteils abzuwarten.

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